Gudrun Barenbrock in der Michael-Horbach-Stiftung

Seit 15 Jahren entwickelt Gudrun Barenbrock Videoinstallationen, so auch jetzt in den Ausstellungsräumen der Michael-Horbach-Stiftung. Zu sehen ist eine 4-Kanal-Projektion und drei korrespondierende 1-Kanal-Projektionen. „WIR-WELT“ ist der Titel der Ausstellung. „Ich mag Ausstellungssituationen wie hier, in denen der Raum zurücktritt und sich nicht in das Bildgeschehen einmischt.“1Bettina Pelz: Interview mit Gudrun Barenbrock am 19. März 2021. Unveröffentlichtes Manuskript., sagte die Künstlerin in der Vorbereitung der Ausstellung „Update Cologne #04“.

Gudrun Barenbrock fotografiert und filmt Anordnungen, Bewegungen und Systeme. Mit der Kamera beobachtet sie natürliche Landschaften ebenso wie urbane, organische wie industrielle Strukturen, Makro- ebenso wie Mikrozusammenhänge. Sie entfärbt und überfärbt, skaliert Lichtwerte und Kontraste, untersucht Formen und Verläufe. Sie montiert Wiederholungen und Reihen, Schichtungen und Bewegungsmuster. Sie choreografiert Bildgewebe, die sie in großformatigen Projektionen in den Raum stellt. „Mich interessiert Konzentration, Ausdrucksstärke und Radikalität.“2Bettina Pelz: Interview mit Gudrun Barenbrock am 24. Februar 2021. Unveröffentlichtes Manuskript. Alle Zitate der Künstlerin stammen aus diesem Interview, abweichende Quellen sind im Einzeln ausgewiesen.

„Ihre Arbeiten sind gekennzeichnet durch ein wechselvolles Spiel zwischen Schwarz und Weiß, Licht und Schatten, Strukturen, und Überlagerungen. Ihr ausgeprägter Sinn für Raum und Zeit lässt in ihren oft situativen Videoinstallationen einen mehrschichtigen Kosmos entstehen, der durch die Überlagerung von realen, bearbeiteten Bildern mit stark abstrahierten Motiven, Strukturen im Zusammenspiel mit oft experimentellem Ton ein Crossover von Welt wiedergibt. Eine eindeutige Aussage liegt ihr fern, eher das Zusammenspiel verschiedener Sichtweisen ist ihr ein Anliegen.“3Bettina Pelz: Interview mit Detlef Hartung. Unveröffentlichtes Manuskript. 8. März 2021., sagte Detlef Hartung. In der Vorbereitung zu “Update Cologne #4” habe ich Kunstschaffende aus Köln nach ihrem Blick auf die Arbeiten von Gudrun Barenbrock gefragt. Die Künstlerin lebt und arbeitet seit langem in Köln, ist gut vernetzt und geschätzt.

Gudrun Barenbrock. ACHT BRUECKEN KOELN 2008. Photo Florian Ross (1)_1600x1024
Gudrun Barenbrock. ACHT BRUECKEN KOELN 2008. Photo Florian Ross (3)_1600x1024
Gudrun Barenbrock. ACHT BRUECKEN KOELN 2008. Photo Florian Ross (2)_1600x1024
ACHT BRÜCKEN Köln 2013. Photos: Florian Ross.

„In der Zusammenarbeit mit Gudrun bleibt nichts dem Zufall überlassen, es geht immer um die perfekte Komposition“, sagt der Kölner Musiker Udo Moll über die Zusammenarbeit. Erfolgreicher Auftakt der gemeinsamen Arbeit war das Projekt „punchcardmusic“ für die dritte Ausgabe des ACHT BRÜCKEN Festivals in Köln. Thema der transdisziplinären Kooperation war die Entwicklung der Lochkarte als Datenträger – von Jacquards Webstuhl über Babbages Analytical Engine bis zum 80-Zeichen-Code der IBM 360. „Ich bin immer sehr gespannt, was die Musiker einbringen. Es geht mir immer darum, dass sie eine weitere Ebene für eine Installation entwickeln“, erklärt Gudrun Barenbrock. Künstlerin wie Musiker verstehen ihre Arbeiten als Form des künstlerischen Austauschs. Auch für „Update Cologne #04“ kooperiert Gudrun Barenbrock mit Udo Moll sowie mit dem Klangkünstler Klaus Osterwald.

Über die fotografischen Aspekte

„Die banalen und bloß schönen Bilder, die vor allem durch den durch den Charme eines konkreten Gegenstandes entstehen, treten in den Hintergrund zugunsten von Experimenten und neuen Lösungen in den Hintergrund. Erkundungen in dem Reich der Optik sind noch weitgehend unbeliebt. Aber nur die Fotografie, die das Experimentelle zu Hilfe nimmt, wird die technische Gestaltung des Seherlebnisses in unserer Zeit offenlegen.“4Zitiert nach: James Hugunin: Subjective Photography and The Existentialist Ethic. In: Afterimage 1988. Übersetzung: Bettina Pelz.
URL https://www.academia.edu/39788779/SUBJECTIVE_PHOTOGRAPHY_AND_THE_EXISTENTIALIST_ETHIC?auto=download >> 8. März 2021.
, beschrieb Otto Steinert die Entwicklung der künstlerischen Fotografie. Wie Steinert5(1915–1978) Nachdem zweiten Weltkrieg gründete Otto Steinert 1947 ein Atelier für künstlerische Fotografie, 1948 begann er an der Staatlichen Saarländischen Schule für Kunst und Handwerk zu lehren, 1952 wurde er deren Direktor. hat sich Gudrun Barenbrock der Kunst des explorativen Sehens und Aufnehmens, des Betrachtens und Bearbeitens in ihren Video-Arbeiten verschrieben.

Otto Steinert war Teil des Gründungskollektivs der „fotoform“. In fotografischen Experimente, durch Ausschnittwahl, durch scharfe Kontraste und durch die Wahl extremer Perspektiven konzentrierten sie auf die grafischen Eigenschaften der Schwarz-Weiß-Fotografie. Zu ihren künstlerischen Strategien gehörten unter anderem Fotomontage, Fotogramm, Solarisation, Negativdruck und Luminogramm. So wie die „fotoform“ Künstler fotografischen Tendenzen der 1920er und frühen 1930er Jahre wie die „Neue Sachlichkeit“ oder „Das neue Sehen“ weiterführten, sind es Künstler_innen wie Gudrun Barenbrock, die die Fotografie nicht als ein dokumentierendes, abbildendes Medium, sondern als bild-gestaltendes Medium betrachten. Gudrun Barenbrock beobachtet mit den Augen und mit der Kamera, sie folgt der Spur des Licht ebenso wie den Möglichkeiten digitaler Bildbearbeitung.

„So muss ein Foto weder etwas abbilden noch darstellen, um ein Foto zu sein. Es kann sich um eine reine Lichtspur handeln.“6Zitiert nach Henrike Holsing: Lichtbild – Datenbild. KULTURSPEICHER Würzburg: Rede zur Eröffnung. Auf: vimeo.com: PHOTO EDITION BERLIN.
URL https://vimeo.com/517747429 >> März 2021.
, sagte der Künstler Gottfried Jäger7(*1937) Nach der Ausbildung zum Fotografen mit Gesellenbrief (1957) und dem Studium des Fotoingenieurwesens in Köln (Abschluss: 1960), nahm Jäger eine Stelle als Technischer Lehrer für Fotografie an der Werkkunstschule Bielefeld an und baute das Lehrgebiet hier als künstlerisches Grundlagenfach aus. 1972 wurde Jäger zum Professor für Fotografie/Film an der Fachhochschule Bielefeld mit den Lehrgebieten Künstlerische Grundlagen der Fotografie, Fotografik und Generative Bildsysteme ernannt, 1984 gründete er den Forschungsschwerpunkt (FSP) Fotografie und Medien mit den jährlichen Bielefelder Fotosymposien., er hat den Begriff der „generativen Fotografie“ geprägt hat. Mit der Synthese von Licht- und Datenbildern, mit dem Zusammenspiel von Kameras und Computern seit den 1960er Jahren entstanden neuen Möglichkeiten der künstlerischen Fotografie: „Die Bilder bewegten sich auf einer abstrakten Ebene, ohne jeden Bezug zu Objekten oder symbolischen Zeichen. Es ging um die Erzeugung ästhetischer Zustände, bei denen natürliche analoge Medien (Licht, Kamera, lichtempfindlicher Träger) und mathematische Instrumente (Zahl, Computer, Programm) zusammenwirkten.“8Georg Bak: Generative Photography – An Interview With Gottfried Jäger. 20. August 2019. Übersetzung: Bettina Pelz.
URL artnome.com: Generative Photograhy – An Interview with Gottfried Jaeger >> 14. März 2021.
, erklärte Gottfried Jäger 2019 in einem Interview. Es ist diese Form der Abstraktion, die in der forschend-beobachtenden, künstlerischen Auseinandersetzung von Gudrun Barenbrock zu neuen bildnerischen Qualitäten führt. „Als Künstler beeindruckt Gudrun mich sehr in ihrer Art der Abstraktion sehr …“9Bettina Pelz: Interview mit Harald Fuchs. Unveröffentlichtes Manuskript. 12. März 2021., erzählt der Künstler Harald Fuchs, einer der Kölner Künstler, die ich nach ihrer Einschätzung von Gudrun Barenbrock gefragt habe.

Über das dynamische Archiv

Alle Bildmaterialien stammen aus ihrem umfangreichen Archiv, das über die letzten Jahrzehnte immer weiter gewachsen ist. Sie sammelt und sortiert fotografische und gefilmte Aufnahmen, bearbeitet sie, entwickelt Sequenzen und choreografiert Dialoge. Sie bearbeitet ihr fotografisches Material, sie reduziert das Materielle des Bildinhalts, sie steigert den hell-dunkel Kontrast bis nur noch schwarz-weiße Formgefüge zu sehen sind, Linien, Flächen und Formen, mal aneinander gereiht, mal übereinander geschichtet. Sie sind in Bewegung und Veränderung, im bildnerischen „flow“ und im energetischen „flux“. „Wenn ich aus dem fahrenden Auto die Lichtbänder in einem Tunnel oder im Zug sitzend die Schienen filme, entsteht eine Ungenauigkeit, die ich als Vorteil begreife. Es sind diese Abweichungen, die sich nicht im Rechner erzeugen lassen.“

In der Art und Weise der Reduktion auf schwarz-weiß sowie auf Form und Bewegung erinnern ihre Arbeiten an die frühen Arbeiten Joris Ivens10Joris Ivens (1898–1989) gilt als einer der bedeutenden Dokumentarfilmer des 20. Jahrhundert. Von seinen Anfängen am Ende der Stummfilmzeit über sein Interesse an politischen und linken Themen in den 1930er Jahren bis hin zu seiner Ausweisung aus den Niederlanden wegen seiner Kritik am niederländischen Kolonialismus. Ivens’ Werk war wegweisend für den engagierten Film sowie für das Genre des Doku-Films, der reale Ereignisse in Form eines Spielfilms zeigt.. Der niederländische Dokumentarfilmer wurde bekannt mit poetisch-explorativen Filmen wie ‚De Brug‘ (1928) und ‚Regen‘ (1929). De Brug‘ (de: Die Brücke) ist ein dokumentarischer Stummfilm, der die zu der Zeit neue Rotterdamer Eisenbahn–Hubbrücke visuell erkundet: ihre Formen und Strukturen, ihre Mechanismen und Bewegungsabläufe. Auch bei ‚Regen‘ handelt es sich um einen Stummfilm. Er zeigt Beobachtungen aus der Stadt Amsterdam bei einsetzendem Regen. „Am Anfang habe ich Filme gemacht, die eher ästhetisch und forschend waren“11Thierry Meranger: Joris Ivens. Auf: ina.fr. 10. Juli 1982. Übersetzung: Bettina Pelz.
URL https://fresques.ina.fr/europe-des-cultures-en/fiche-media/Europe00118/joris-ivens.html >> 18. März 2021
, erinnerte sich Joris Ivens. „Ich sah, dass die großen Ereignisse nur in Berichtform dargestellt wurden, und ich sah, das ist nicht genug. Es spiegelt die Oberfläche, es gibt Authentizität, und das „wer“ und „was“ ist benannt, aber nicht das „warum“? … (Es ging mir) nicht um das Aktuelle, nicht um den unmittelbaren Bericht, sondern etwas sehr viel Tieferes.“12Thierry Meranger: Joris Ivens. Auf: ina.fr. 10. Juli 1982. Übersetzung: Bettina Pelz.
URL https://fresques.ina.fr/europe-des-cultures-en/fiche-media/Europe00118/joris-ivens.html >> 18. März 2021
Gudrun Barenbrock pflegt den künstlerisch-forschen Blick: „Vielleicht wäre ich Naturforscherin, wenn ich nicht Künstlerin geworden wäre. Mich interessiert das Innere der Dinge, das Bild hinter dem Bild, das, was noch nicht in der alltäglichen Erscheinung oder Abbildung sichtbar ist, das Bild, das vielleicht hinter dem Bild zu finden ist.“

Gudrun Barenbrock: Twister.

Über das Drehmoment

Integriert in die Entwicklung und Wahl ihrer Bildinhalte ist der Blick auf Material, Technik und Verfahren der Bilderzeugung, in „Update Cologne #04“ ist z.B. ein Projektionsobjektiv bei laufendem Projektionsbetrieb zu sehen. Das in die Projektion eingebettete Bild verändert das Erscheinungsbild des Lichtstrahls, aber das Bildmaterial ist nicht erkennbar. An anderer Stelle geht es um das Lichtverhalten eines Scannerschlitten, während dieser ein Bild kopiert. Jedes zu kopierende Bild erzeugt eine eigene Dynamik und veränderliche Lichtintensitäten im Übertragungsprozess. Sie macht die bildgebende Technik sichtbar, in dem sie diese als bildnerisches Material in ihren Fundus integriert.

Dieser „umgedrehte“ Blick, der danach fragt, woher kommt das Bild, wie entsteht es und wo bleibt es, liegt auch dem Interesse an der Drehbewegung zu Grunde. In der technischen Entwicklung des Films und des Kinos wurde Bildmaterial auf Scheiben, Räderwerke und Drehtrommeln montiert, organisiert in Form in Streifen oder Schleifen. Durch Bewegen, Drehen und Kreisen entstanden „laufende Bilder“. Die sich wiederholenden Bildern entfalten eine Sogwirkung, die quer durch die Filmgeschichte immer wieder als Kunstgriff eingesetzt werden. Das Zauberrad, die Wundertrommel, das Lebensrad oder das Zoetrop, das Mutoskop oder das Kinetoskop, in der medien-archäologischen Betrachtung von Werner Nekes gelten sie als „philosophisches Spielzeug“13Werner Nekes: Media Magica I – Was geschah wirklich zwischen den Bildern? VHS/DVD 2004.. Sie alle täuschen, sie erzeugen den Eindruck von Bewegung, die die Wahrnehmung aus der Betrachtung von Einzelbildern rendert. Es sind diese Arbeiten, die die Transaktion zwischen technischem Bild und Wahrnehmungseindruck thematisieren, die dazu führen, das Bild zu hinterfragen und den Prozess des Sehens zu subjektivieren. So finden wir heute filmische Arbeiten, die mit den kinematographischen Mitteln der Reihe, der Wiederholung, der Serie und dem Loop arbeiten eher an den Orten der bildenden Kunst als im Kino. „Ich wollte Filme aufnehmen, die sich drehen. Als erstes dachte ich an ein Fahrrad, aber es dauerte etwas, bis ich eine technische Lösung hatte wie die Kamera die Drehbewegung mitmachen konnte. Dann stellte ich fest, dass sie im Fahren und auch beim Schieben zu schnell drehte. Wieder und wieder habe ich mir angesehen, was die Kamera lieferte. Das ging über Tage, der größte Teil was Ausschuss. Am Ende hatte ich dann einen 7 Minuten Clip, den ich auch hier in der Ausstellung einsetze.“

Von der Anstrengung der Wahrnehmung

Für jeden Ausstellungsort stellt die Künstlerin ein bildnerisches Reservoir zusammen. In ihrer Vorstellung teilt sie die vorgefundene Raumsituation in verschiedene Bildräume, für die sie korrespondierende Bildströme entwirft. Erst im Ausstellungsraum verbinden sich die einzelnen Sequenzen zu einer visuellen Gesamtkomposition. „Das Ausstellen ist für mich wichtig, ich habe weder die Räume noch die Geräte, um meine Arbeiten in der gewünschten Größe zu realisieren. Und erst im Ausstellen werden aus den Bildwelten sinnlich-erfahrbare Situationen.“ Ihre begehbaren Bildräume sind durch Bildauswahl und -schnitt, durch Komposition und Tempo eine Herausforderung für die Wahrnehmung. Sie provoziert den Nervenkitzel, der entsteht, wenn schnelle, aber stereotype Wahrnehmungsprozesse auf vergleichsweise langsame, aber offene Denkprozesse treffen.

Von der künstlerischen Logik

In der Synchronisierung von Beobachten und Bearbeiten folgt Gudrun Barenbrock einer eigenen, künstlerischen Logik: „Die Hälfte der Miete ist Handwerk, ausprobieren, testen … und wenn etwas nicht klappt, findet sich vielleicht etwas anderes, so entstehen auch neue Ideen“. Sammeln und sortieren, präzisieren und insistieren liegen in ihrer Arbeitsweise nah beieinander. „In ihrer künstlerischen Arbeit ist sie gnadenlos – mit sich und mit der Welt, wenn es darum geht, ihrer Vorstellung nahe zu kommen. In Bad Rothenfelde, 2007, bei der ersten Edition der „Lichtsicht“-Projektionen am Gradierwerk, zählte jeder Millimeter. Die Projektionstechnik war noch nicht so sehr entwickelt und jeder Millimeter in der Projektor-Position verwandelte sich in einem Meter auf der Projektionswand. Wenn ich dachte, es ist schon gut, dann hat sie nochmal Gas gegeben.“14Bettina Pelz: Interview mit Harald Fuchs. Unveröffentlichtes Manuskript. 12. März 2021., erinnert sich Harald Fuchs. Der Künstler Heinz Mack, dessen Skulpturen und Installationen als Echolote des Lichts angelegt sind, erklärt die Strenge in seiner Arbeitsweise so: „Ich bin ein Freund der logischen Arbeitsschritte,“, sagt der Künstler Heinz Mack (*1931). „ich sollte besser sagen: der künstlerischen Logik – und ich achte darauf, dass diese Logik zugleich ihren dialektischen Schatten, den Zufall in sich birgt. Ich liebe die Rechnung, deren Summe irrational ist.“15Heinz und Ute Mack (Hg.): Mack – Leben und Werk. DuMont Verlag Köln 2011. Seite 4.

Vom Pigment zum Pixel

„Ich habe ein Münster Kunst studiert, aus der Zeit kannte ich Manfred Schneckenburger16Manfred Schneckenburger: Formstrukturen aus dem Chaos der Urbanität. NEUES KUNSTFORUM: Ausstellungskatalog. Köln 2006.. … Schon im Studium habe ich mit Mehr-Kanal-Diaprojektionen experimentiert, obwohl ich eigentlich Malerei studierte. … 2004 habe ich eine Videokamera geschenkt bekommen, von da an war ich war zu allen Tageszeiten unterwegs und habe Videomaterial gesammelt, ich war vollkommen glücklich … “, erinnert sich die Künstlerin. „Peu à peu habe ich mir die Technik erschlossen und die Software gelernt, ich habe immer noch einen Rechner mit den alten Programmen, weil ich damit am Schnellesten bin. Und dann habe ich einen zweiten Rechner mit aktueller Software, und je nachdem, was mir vorschwebt, arbeite ich mit dem einen oder dem anderen.“

Gudrun Barenbrock. NEUES KUNSTFORUM Koeln 2006. Photo Victor Dahmen (2)_1600x1024
Gudrun Barenbrock. NEUES KUNSTFORUM Koeln 2006. Photo Victor Dahmen_1600x1024
Gudrun Barenbrock. NEUES KUNSTFORUM Koeln 2006. Photo Victor Dahmen (1)_1600x1024
NEUES KUNSTFORUM Köln 2006. Photos: Victor Dahmen.

2006, Köln, NEUES KUNSTFORUM
Kuratiert von Anke Erlenhoff

Die erste Einzelausstellung mit einer raumgreifenden Videoinstallation von Gudrun Barenbrock fand 2006 im NEUEN KUNSTFORUM in Köln statt. Semi-transparente Screens gliedern den Raum. Die projizierten Licht-, Farb- und Schattenfelder vervielfachen sich im Raum, es entstand ein performative Bildraum, der über 37 Minuten loopt. „Wenn die Künstlerin also heute die große Halle des Kölner neuen Kunstforums mit Videobildern der Großstadt in den Griff nimmt, so übersetzt sie ihr Interesse an Stadt und Raum nur in die 3-Dimensionalität. Sie tauscht den Pinsel gegen die Kamera und die Leinwand gegen Projektionsflächen ein. Aber sie nutzt die neu gewonnene Flexibilität digitaler Bilddaten für Formveränderungen, Kontraste, Kontraktion, Konzentration, Abstraktion. Sie spürt dem Pulsschlag der Veränderlichkeit nach und zieht daraus neue malerische, grafische Verläufe zwischen Tektonischem und Organischem, Raster und Ornament. Erst mit der digitalen Kamera kann sie ästhetische Strategien entwickeln, die ihrem Anspruch an rhythmische Räumlichkeit genügen.“, schrieb Manfred Schneckenburger.

Gudrun Barenbrock. LICHTSICHT Bad Rothenfelde 2007. Photo Rainer Schlautmann (1)_1600x1024
Gudrun Barenbrock. LICHTSICHT Bad Rothenfelde 2007. Photo Rainer Schlautmann (2)_1600x1024
Gudrun Barenbrock. LICHTSICHT Bad Rothenfelde 2007. Photo Rainer Schlautmann (4)_1600x1024
LICHTSICHT Bad Rothenfelde 2007. Photos: Rainer Schlautmann.

2007, Bad Rothenfelde, LICHTSICHT
Kuratiert von Manfred Schneckenburger

Im darauf folgenden Jahr fand erstmals die Projektions-Biennale „lichtsicht“ statt, die Manfred Schneckenburger kuratierte. „2007 war die 1. Projektions-Biennale in Bad Rothenfelde noch ein Experiment. Inzwischen bereichern Projektionen flächendeckend und im großen Maßstab zahlreiche Lichtfestivals, doch nur Bad Rothenfelde bleibt alle zwei Jahre auf Projektionen und nur auf Projektionen fokussiert. Nur hier führt eine junge Generation lichtstarker Apparate immer wieder eigene Welten vor: Beamerwelten. lichtsicht etablierte das Medium auf seinem besonderen Platz zwischen Dia, Film, Video und digitaler Malerei, unter Einbeziehung der verschiedensten Projektionskörper im Kurpark und den insgesamt mehr als einen Kilometer breiten Gradierwänden als Zentrum.“17Manfred Schneckenburger: lichtsicht 1. 2007.
URL https://www.lichtsicht-triennale.de/de/kunst/2007/ >> 10. März 2021.
, schrieb der Kurator in seiner Einführung.

Für LICHTSICHT in Bad Rothenfelde (2007), GLOW in Eindhoven (2008) und LICHTROUTEN in Lüdenscheid (2010) entwickelte Gudrun Barenbrock ortspezifische Interventionen. Mit dem Gradierwerk aus Schwarzdorn, dem bloßen Beton einer ehemaligen Fabrikhalle oder der Dachboden eines alten Postgebäudes aus dem 19. Jahrhundert brachte der Ort eine eigene Bildwelt ein.

Gudrun Barenbrock. GLOW Eindhoven 2008. Photo Victor Dahmen (2)_1600x1024
Gudrun Barenbrock. GLOW Eindhoven 2008. Photo Victor Dahmen (1)_1600x1024
GLOW Eindhoven 2008. Photos: Victor Dahmen.

2008, Eindhoven, GLOW
Kuratiert von Tom Groll und Bettina Pelz

„GLOW … das war schon eine besondere Arbeit“, sagte Gudrun Barenbrock, als ich sie nach den Arbeiten frage, die für sie selbst von nachhaltiger Bedeutung sind. GLOW im niederländischen Eindhoven war von 2006 bis 2009 das Festival für Licht in Kunst und Architektur. Im Jahr 2008 konnten wir erstmals das bis dahin nicht-öffentliche und hermetisch abgeriegelte Terrain der Philips-Fabrik mit künstlerischen Interventionen bespielen und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Gudrun Barenbrock hatte sich eine sehr große, leere Produktionshalle ausgesucht. Sie gliederte den Raum mit semi-transparenten Screens. Die überwiegend schwarz-weißen Projektionen bildeten sich sowohl auf den frei im Raum hängenden Screens ab wie auch auf umliegenden Wand- und Bodenflächen. Es entstand ein begehbarer Bildraum, der von der Weite wie der Atmosphäre der verlassenen Halle profitierte und eine Vielzahl von Sichtbeziehungen zuließ.

Ihr Projektionsmaterial waren filmische Aufzeichnungen nächtlicher Lichtsituationen, denen alle Gegenständlichkeit entzogen wurde und die Lichtlinien und -flächen, Lichtbewegungen und -überlagerungen thematisierte. Den Betrachtenden erschien die visuelle Situation „seltsam“ vertraut, sie konnten sie jedoch meist nicht zurückverfolgen oder entschlüsseln. Der Wechsel in der visuellen Gewichtungen führte zu neuen Erscheinungsweisen und Bildwerken, die nicht Befremden, sondern emotionale Aufmerksamkeit erzeugten.

KUNSTMUSEUM: SCHEINWERFER Celle 2014. Photo: Gudrun Barenbrock Archiv.

2014, Celle, KUNSTMUSEUM: SCHEINWERFER
Kuratiert von Robert Simon und Julia Otto.

“Das Ausstellungsprojekt „Scheinwerfer“ zeigt Deutschland als „Lichtkunst-Landschaft“ mit internationaler Ausstrahlung. Zu sehen waren herausragende Lichtkunst vom Jahr 2000 bis heute, von Künstlerinnen und Künstlern, die durch Herkunft, Wohnsitz, Ausbildung oder Lehrstuhl in Bezug zu Deutschland stehen“ , fasste der künstlerische Leiter Robert Simon seine Motivation für das Jahresprojekt 2014 des Kunstmuseums Celle zusammen. Seine Sammlung von Lichtkunst-Werken seit 1945 bildet die Grundlage für den Sammlungsschwerpunkt des Museums. Seit 1998 erweitert er die Sammlung regelmäßig, auch eine Reihe der Arbeiten der Ausstellung „Scheinwerfer“ werden im Museum oder entlang der Verbindungsstrecke vom Celler Bahnhof bis zum Kunstmuseum verbleiben. Von Hermelinde Hergenhan und Gudrun Barenbrock stammten die wenigen Arbeiten, die sich mit Licht als allgegenwärtigem Anzeige- und Trägermedium der digitalisieren Welt auseinandersetzen.

Gudrun Barenbrock. WINTERLICHT Rheine 2019. Photo Dorothea Boeing (1)_1600x1024
Gudrun Barenbrock. WINTERLICHT Rheine 2019. Photo Dorothea Boeing (4)_1600x1024
Gudrun Barenbrock. WINTERLICHT Rheine 2019. Photo Dorothea Boeing (8)_1600x1024
Gudrun Barenbrock. WINTERLICHT Rheine 2019. Photo Dorothea Boeing (5)_1600x1024
Gudrun Barenbrock. WINTERLICHT Rheine 2019. Photo Dorothea Boeing (7)_1600x1024
Gudrun Barenbrock. WINTERLICHT Rheine 2019. Photo Dorothea Boeing (6)_1600x1024
Gudrun Barenbrock. WINTERLICHT Rheine 2019. Photo Dorothea Boeing (3)_1600x1024
Gudrun Barenbrock. WINTERLICHT Rheine 2019. Photo Dorothea Boeing (2)_1600x1024
DA KUNSTHAUS: WINTERLICHT Rheine-Gravenhorst 2015. Photos: Dorothea Boeing.

2015, Rheine-Gravenhorst, DA KUNSTHAUS: WINTERLICHT
Kuratiert von Berit Gerd Anderson.

Seit 2008 realisiert das DA KUNSTHAUS regelmäßig Ausstellungen, die Licht- und Medien-basierte Positionen zeitgenössischer Kunst aus Deutschland zeigen. Gudrun Barenbrock realisierte hier eine weitere Arbeit, die Bezug auf den architektonischen Raum nimmt. „Den Filmen selbst liegen alltägliche Beobachtungen zu Grunde: der Blick in eine Baumkrone oder aus dem Zugfenster, Passanten im Berufsverkehr, eine sich im Wind wiegende Wiese, ein tropischer Wald, vom Fluss aus gesehen, Wasser, das durch ein Gitter fließt oder vom Schaukeln eines Bootes bewegt wird, Landschaft, Straßen und Häuser, die sich um ihre eigene Achse drehen, gefilmt mit einer Kamera, die an der Nabe eines Fahrrades montiert war. So unterschiedlich diese Motive auch sind, es handelt sich durchweg um Momentaufnahmen natürlicher Bewegungen, nicht etwa um computergeneriertes Material. … sie (Anmerkung: die Künstlerin) hält mit der Kamera ohne Wertung fest, was sich dort, unter freiem Himmel, ereignet hat. Erst danach, im Atelier, findet eine Bearbeitung statt, die Aufnahmen werden auf das Wesentliche reduziert, in ihren Kontrasten verstärkt und ins Schwarz-Weiße übersetzt … „18Stefan Rasche: Ein Gewächshaus für Bilder Licht- und Videoinstallationen – Gudrun Barenbrock. Auf: DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst: Winterlicht 2015&2016. Eindladungskarte. Ohne Datum.
URL WINTERLICHT Einladung >> 12. März 2021
, schrieb der Berliner Galerist Stefan Rasche im Text zur Ausstellung.

Gudrun Barenbrock. KUNSTFESTSPIEL Hannover-Herrenhausen 2019. Photo Helge Krueckeberg (8)_1600x1024
Gudrun Barenbrock. KUNSTFESTSPIEL Hannover-Herrenhausen 2019. Photo Helge Krueckeberg (14)_1600x1024
Gudrun Barenbrock. KUNSTFESTSPIEL Hannover-Herrenhausen 2019. Photo Helge Krueckeberg (13)_1600x1024
Gudrun Barenbrock. KUNSTFESTSPIEL Hannover-Herrenhausen 2019. Photo Helge Krueckeberg (11)_1600x1024
Gudrun Barenbrock. KUNSTFESTSPIEL Hannover-Herrenhausen 2019. Photo Helge Krueckeberg (12)_1600x1024
Gudrun Barenbrock. KUNSTFESTSPIEL Hannover-Herrenhausen 2019. Photo Helge Krueckeberg (15)_1600x1024
Gudrun Barenbrock. KUNSTFESTSPIEL Hannover-Herrenhausen 2019. Photo Helge Krueckeberg (10)_1600x1024
Gudrun Barenbrock. KUNSTFESTSPIEL Hannover-Herrenhausen 2019. Photo Helge Krueckeberg (9)_1600x1024
KUNSTFESTSPIELE HERRENHAUSEN Hannover 2019. Photos: Helge Krueckeberg.

2019, Hannover, KUNSTFESTSPIELE HERRENHAUSEN
Kuratiert von Stephan Buchberger und Beate Schüler

Seit 2010 finden den Herrenhäuser Gärten die KUNSTFESTSPIELE statt. Sie verstehen sich als ein transdisziplinäres Festival, das mit Oper, Theater und Konzert, mit bildender Kunst, mit Performance und Tanz, mit Philosophie und Wissenschaft eine Brücke vom Barock bis in die Gegenwart schlägt. Die zentralen Spielorte des Festivals – die Galerie und die Orangerie, der Große Garten und das Arne Jacobsen Foyer – befinden sich in der weitläufigen Kulisse der Herrenhäuser Gärten. Das Arne Jacobsen Foyer ist 400 qm groß, eingefasst von Glasflächen, die Innen- und Außenraum verbinden. Gudrun Barenbrock ist dieser Idee sowohl formal wie auch inhaltlich in ihrer Intervention nachgegangen. Via transluzente Screens choreographierte sie die sieben Projektionskanäle. In der Bildauswahl konzentrierte sie sich auf Naturbeobachtungen, die sie auf Reisen in Afrika (u.a. zusammen mit Harald Fuchs), Asien sowie Nord- und Südamerika gefilmt. Wurzelgeflechte und Wasserstellen, Palmwedel und Schilfgräser, Werdendes und Sterbendes. Die Soundscapes stammten von Klaus Ostendorf. „Durch das Material Glas ergaben sich zig-fache, ins Unendliche führende Spiegelungen, so dass sich die Projektionen in den Garten hinein vervielfältigen konnten. Das war für mich eine sehr besondere Erfahrung.“, sagt die Künstlerin. Vielleicht sind es genau diese Orte, die sich nicht einer Kunstform widmen, sondern allen, an denen die Arbeiten von Gudrun Barenbrock sich am besten entfalten können.

UPDATE COLOGNE

Gudrun Barenbrock interessiert das Experiment – mit filmischer Materialität und technischer Apparatur, mit Zeit- und Ausstellungsräumen, mit Wahrnehmungs- und Denksystemen und mit ästhetischen Phänomenen, an denen sich Wissen, Strukturen und Sinn erschließen lässt. “Die Kunstwelt ist eine Welt der Einzelgänger; ihr Terrain ist mit einer Wüste vergleichbar, ohne Wegweiser, ohne Rückzugswege. Die Topografie dieser Landschaft ist schwer zu beschreiben, ständig macht man Fehler, korrigiert sie wieder, um abermals festzustellen, dass die Zeit so schnell ist wie der Flugsand, der alle Spuren verwischt.“19Heinz und Ute Mack (Hg.): Mack – Leben und Werk. DuMont Verlag Köln 2011. Seite 4., resümierte Heinz Mack mit Blick auf sein langes Künstlerleben. Dies gilt auch für Gudrun Barenbrock, sie ist eine außerordentliche, solitäre Stimme in der Licht- und Medienkunst der Gegenwart. Die Intervention in den Räumen der Michael-Horbach-Stiftung ist eine gute Gelegenheit, diese zu erkunden.

Text: Bettina Pelz

  • 1
    Bettina Pelz: Interview mit Gudrun Barenbrock am 19. März 2021. Unveröffentlichtes Manuskript.
  • 2
    Bettina Pelz: Interview mit Gudrun Barenbrock am 24. Februar 2021. Unveröffentlichtes Manuskript. Alle Zitate der Künstlerin stammen aus diesem Interview, abweichende Quellen sind im Einzeln ausgewiesen.
  • 3
    Bettina Pelz: Interview mit Detlef Hartung. Unveröffentlichtes Manuskript. 8. März 2021.
  • 4
    Zitiert nach: James Hugunin: Subjective Photography and The Existentialist Ethic. In: Afterimage 1988. Übersetzung: Bettina Pelz.
    URL https://www.academia.edu/39788779/SUBJECTIVE_PHOTOGRAPHY_AND_THE_EXISTENTIALIST_ETHIC?auto=download >> 8. März 2021.
  • 5
    (1915–1978) Nachdem zweiten Weltkrieg gründete Otto Steinert 1947 ein Atelier für künstlerische Fotografie, 1948 begann er an der Staatlichen Saarländischen Schule für Kunst und Handwerk zu lehren, 1952 wurde er deren Direktor.
  • 6
    Zitiert nach Henrike Holsing: Lichtbild – Datenbild. KULTURSPEICHER Würzburg: Rede zur Eröffnung. Auf: vimeo.com: PHOTO EDITION BERLIN.
    URL https://vimeo.com/517747429 >> März 2021.
  • 7
    (*1937) Nach der Ausbildung zum Fotografen mit Gesellenbrief (1957) und dem Studium des Fotoingenieurwesens in Köln (Abschluss: 1960), nahm Jäger eine Stelle als Technischer Lehrer für Fotografie an der Werkkunstschule Bielefeld an und baute das Lehrgebiet hier als künstlerisches Grundlagenfach aus. 1972 wurde Jäger zum Professor für Fotografie/Film an der Fachhochschule Bielefeld mit den Lehrgebieten Künstlerische Grundlagen der Fotografie, Fotografik und Generative Bildsysteme ernannt, 1984 gründete er den Forschungsschwerpunkt (FSP) Fotografie und Medien mit den jährlichen Bielefelder Fotosymposien.
  • 8
    Georg Bak: Generative Photography – An Interview With Gottfried Jäger. 20. August 2019. Übersetzung: Bettina Pelz.
    URL artnome.com: Generative Photograhy – An Interview with Gottfried Jaeger >> 14. März 2021.
  • 9
    Bettina Pelz: Interview mit Harald Fuchs. Unveröffentlichtes Manuskript. 12. März 2021.
  • 10
    Joris Ivens (1898–1989) gilt als einer der bedeutenden Dokumentarfilmer des 20. Jahrhundert. Von seinen Anfängen am Ende der Stummfilmzeit über sein Interesse an politischen und linken Themen in den 1930er Jahren bis hin zu seiner Ausweisung aus den Niederlanden wegen seiner Kritik am niederländischen Kolonialismus. Ivens’ Werk war wegweisend für den engagierten Film sowie für das Genre des Doku-Films, der reale Ereignisse in Form eines Spielfilms zeigt.
  • 11
    Thierry Meranger: Joris Ivens. Auf: ina.fr. 10. Juli 1982. Übersetzung: Bettina Pelz.
    URL https://fresques.ina.fr/europe-des-cultures-en/fiche-media/Europe00118/joris-ivens.html >> 18. März 2021
  • 12
    Thierry Meranger: Joris Ivens. Auf: ina.fr. 10. Juli 1982. Übersetzung: Bettina Pelz.
    URL https://fresques.ina.fr/europe-des-cultures-en/fiche-media/Europe00118/joris-ivens.html >> 18. März 2021
  • 13
    Werner Nekes: Media Magica I – Was geschah wirklich zwischen den Bildern? VHS/DVD 2004.
  • 14
    Bettina Pelz: Interview mit Harald Fuchs. Unveröffentlichtes Manuskript. 12. März 2021.
  • 15
    Heinz und Ute Mack (Hg.): Mack – Leben und Werk. DuMont Verlag Köln 2011. Seite 4.
  • 16
    Manfred Schneckenburger: Formstrukturen aus dem Chaos der Urbanität. NEUES KUNSTFORUM: Ausstellungskatalog. Köln 2006.
  • 17
    Manfred Schneckenburger: lichtsicht 1. 2007.
    URL https://www.lichtsicht-triennale.de/de/kunst/2007/ >> 10. März 2021.
  • 18
    Stefan Rasche: Ein Gewächshaus für Bilder Licht- und Videoinstallationen – Gudrun Barenbrock. Auf: DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst: Winterlicht 2015&2016. Eindladungskarte. Ohne Datum.
    URL WINTERLICHT Einladung >> 12. März 2021
  • 19
    Heinz und Ute Mack (Hg.): Mack – Leben und Werk. DuMont Verlag Köln 2011. Seite 4.